
Anfang der Fahrradstraße am Hans-Segitz-Steg © Thorsten Kukuk
Fahrradstraße westliche Königstraße
Fahrradstraße westliche Königstraße: der größte Gewinn für Fahrradfahrende ist die nun erlaubte Durchfahrt durch den Busbahnhof am Rathaus.
Was bringt die Fahrradstraße westliche Königstraße wirklich? Hat sie Vorteile für Fahrradfahrende oder ist es nur Augenwischerei?
Vom Hans-Segitz-Steg kommend gibt es schon mal eine schöne, große rote Fläche, die die Radfahrer gleich auf die Fahrradstraße leitet und Autofahrer entsprechend warnen sollte.
Autofahrer werden bei der Einfahrt mit einem Vorfahrt-Gewähren Schild inklusive Blinklicht darauf aufmerksam gemacht, das hier die Radfahrer Vorrang haben.
Schlecht: das Schild “Fahrradstraße” mit den Ausnahmen, wer da alles durch die Fahrradstraße durch fahren darf, steht hinter der Kurve und ist somit erst sichtbar, wenn die Autofahrer bereits auf der Fahrradstraße sind. Kein Autofahrer wird dann mehr wenden. Das wurde vom ADFC auch beim letzten Runden Tisch Radverkehr thematisiert.
Unverständlich: Während der Fotoaufnahmen sind mehrere Radfahrer auf dem südlichen Bürgersteig gefahren, auch als Geisterradler. Dafür gibt es überhaupt kein Verständnis und ist die mit Abstand gefährlichste Methode, diese Strecke zu fahren.
Übergang von der Fahrradstraße in den Kreisverkehr. Lobenswert ist der Zebrastreifen, da die Regelung, wann Fußgänger an einem Kreisverkehr Vorrang haben, den meisten nicht bekannt ist. Das Problem ist damit gelöst.
Schlecht: Radfahrer kürzen links herum durch den Kreisverkehr ab.
Von der Ludwig-Erhard-Straße gibt es für Radfahrer jetzt einen direkten Zugang zur Königstraße über den Obstmarkt. Die Platzverhältnisse sind leider durch den Fahrstuhlschacht sehr beengt.
Was von vielen Radfahrenden schon sehr lange einfach gemacht wurde, ist jetzt legal: es darf endlich durch den Busbahnhof am Rathaus geradelt werden!
Damit ist es nicht mehr nötig sich durch die Mohrenstraße/Obstmarkt/Ludwig-Erhard-Straße zu quälen, erst mit Autos im Gegenverkehr, dann an durch die Fußgänger-Massen.
Noch schöner wäre es, wenn die Pläne endlich umgesetzt würden, einen Radweg in der Brandenburger Straße anzulegen. Dann könnten Radfahrer bequem und konfliktfrei weiter in die Innenstadt radeln. So müssen sie hier weiterhin auf den Gehweg mit “Rad frei” ausweichen.
Kurz zusammen gefasst: die Fahrradstraße an sich macht jetzt für Radfahrer nicht den Unterschied, die Verbesserungen am Obstmarkt und das jetzt durch den Busbahnhof geradelt werden darf bringen aber große Vorteile. Jetzt fehlt nur noch die Beseitigung der Engstelle in der Brandenburger Straße.















