
Blick auf RuhrtalRadweg und Königstein von Hattinger Ruhrbrücke © ADFC Hattingen/Sprockhövel
Der RuhrtalRadweg im Ennepe-Ruhr-Kreis
Der RuhrtalRadweg führt im Ennepe-Ruhr-Kreis durch die Städte Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen - auf dem Weg von Witten nach Hattingen tangiert er Bochum.
Besonders abwechslungsreich ist der RuhrtalRadweg im Ennepe-Ruhr-Kreis und den nördlich angrenzenden Ruhrgebiets-Städten, mit den vier großen Ruhr-Stauseen, Hengstey-, Harkort-, Kemnader- und Baldeneysee, den Ruhrhöhen und dem Ardeygebirge nördlich, und dem Bergisch-Märkischen Hügelland südlich der Ruhr sowie den Relikten und Museen des Industriezeitalters - mit den LWL-Museen Zeche Nachtigall und Henrichshütte. Frühere gepflasterte Leinpfade, wo in vergangenen Zeiten Treidelpferde die Ruhraaken zwecks Kohle- und Material-Transport die Ruhr entlang zogen, wurden schon meist in den 80er Jahren zu asphaltierten Radwegen ausgebaut. Von Wetter-Wengern bis nach Hattingen ist der RuhrtalRadweg auch Teilabschnitt des Von-Ruhr-zur-Ruhr-Radweges.
In Herdecke
Am Hengsteysee verläuft der RuhrtalRadweg offiziell entlang des Südufers auf Hagener Gebiet und ist dort ab August 2026 bis Anfang 2028 Gegenstand von Umbauarbeiten – eine Umrundung des Sees soll aber weiterhin möglich sein. Der alternative Trail entlang des Nordufers erreicht in etwa von Hohensyburg kommend ab der Funckenburg mit Blick auf den Mäuseturm Herdecker Gebiet und führt unterhalb des Pumpspeicherkraftwerk Herdecke mit dem historischen Köppchenwerk vorbei zum Wehr, an dem wieder nördlich der Ruhr der offizielle RuhrtalRadweg erreicht wird. Weiter geht es über die Herdecker Ruhrpromenade zum beeindruckenden Ruhr-Viadukt, um am Harkortsee die Stadtgrenze von Wetter zu erreichen.
In Wetter
Am Nordufer des Harkortsees entlang führt der RuhrtalRadweg unterhalb von Harkortturm sowie Freiheit und Burg Wetter zum Seeplatz. Über den Strandweg geht es weiter zum Obergraben mit möglichen Umleitungen. Am Aldi links führt der Weg zwischen Ruhr und Wasserstraße mit schönen Aussichtspunkten auf Burg Volmarstein. Weiter über den Ruhrsteg parallel zur Overwegbrücke ans Südufer der Ruhr Richtung Wengern. Gegenüber am Hang des Ardeygebirges ist Haus Mallinckrodt zu sehen.
Kurz hinter Wengern, am Knotenpunkt 9 stößt von Norden der Elbschetalradweg auf den RuhrtalRadweg, die beide separate Teilstrecken des Von-Ruhr-zur-Ruhr-Radweges bilden. Richtung Westen führt der RuhrtalRadweg nun steil hinunter zu den Gederweiden und der Stadtgrenze Witten. Alternativ als direkte Weiterführung des Elbschetalradweges ist eine Hochwasserumfahrung Richtung Bommern möglich.
In Witten
In Witten erwartet dem Radreisenden von Osten kommend südlich der Ruhr der grandiose Blick ins Ardeygebirge mit den Gederweiden und dem Ruhr-Viadukt im Vordergrund und dem Hohenstein mit Berger-Denkmal gegenüber. In Bommern zum Deutschen Gruben- und Feldbahnmuseum auf dem Gelände der Zeche Theresia, Domizil der Muttental-Bahn unterhalb von Schloss Steinhausen, und weiter zum besagten LWL-Museum der Zeche Nachtigall mit dem angrenzenden und sehenswerten Bergbauwanderweg Muttental. Von März bis Oktober geht es dann mit der Ruhrtal-Fahre Hardenstein in der Nähe der gleichna migen Burgruine ans nördliche Ruhrufer. Vorbei am Königlichen Schleusenwärterhaus führt der Weg nun Richtung Lake, Kemnader See, Bochum-Stiepel und Hattingen.
Im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA 2027) sind einige Verbesserungen am Wittener RuhrtalRadweg geplant, wie die Separierung von Fuß- und Radwegen in Bommern und vom Fähranleger bis Lake - Nachtigall- und Muttentalstraße sollen Fahrradstraßen werden. Die Umfahrungsmöglichkeit welche außerhalb der Fährzeiten genutzt werden kann, ist ab Oktober 2026 wegen IGA 2027 Baumaßnahme „Tor zum Ruhrtal“ auf der Nachtigallbrücke gesperrt - also schon Ruhrbrücke Bommern nebst Ruhrdeich benutzen.
In Hattingen
In Hattingen wurde der RuhrtalRadweg in 2020 über die Kosterbrücke auf die Südseite verlegt, um eine einfachere Anbindung der Hattinger Altstadt zu ermöglichen. Entsprechende Auf- und Abfahrten erlauben von Osten kommend das ampelfreie queren der Brücke. Von Bochum-Stiepel fährt man die Brockhauser Straße, nun Fahrradstraße, unterhalb der Kosterbrücke, um an der Blankensteiner Straße rechts die Auffahrt hoch scharf rechts zur Kosterstraße zu fahren. Seit Januar 2026 ist nun beidseitig der kombinierte Rad- Fußweg zu benutzen, da Straßen.NRW endlich das Brückengeländer erhöht hat. Auf Hattinger Seite geht nun scharf rechts eine Rampe zur Straße an der Kost hinunter, mit der neuen Streckenführung über das Air Products Gelände zum Leinpfad. Am Minigolf Ruhrtal in der Nähe des Henrichsparks vorbei zum ehem. Haus Weile, heute Landhaus Grum, bis rechts auf die Straße Ruhrdeich abgebogen wird.
Hier im Bereich der Hattinger Ruhrbrücke, Richtung Bochum, Essen oder in die Altstadt, irren RuhrtalRadweg-Touristen wegen vieler Möglichkeiten falsch abzubiegen und tlw. unklarer Wegweisung mitunter hilflos umher. Richtung Essen biegt man vom Ruhrdeich kommend links in die Straße an der Ruhrbrücke ab, und unterquert zweimal links/rechts die Bochumer Straße, fährt die Schleusenstraße bis Birschel-Mühle um dann links zum Knotenpunkt 25 am Ruhrwehr zu gelangen. Hier geht es geradeaus Richtung Winzer Ruhrbogen und Essen, oder links, auch unterhalb der Ruhrbrücke, Richtung Bochumer Straße, Bahnhof oder Altstadt.
Auch im Kontext der IGA 2027 sind aktuell einige Erweiterungen geplant. Auf einem ca. 600 m langen Abschnit entlang von Minigolf Ruhrtal ist eine Separierung angedacht. Der heutige gemeinsame Fuß- und Radweg entlang der Ruhr soll künftig alleiniger Fußweg sein, parallel dazu entsteht ein neuer, 4 Meter breiter Weg alleine für den Radverkehr. Auch unterhalb der Isenburg werden separate Fuß- und Radwege umgesetzt. Ein Highlight wird die Ruhrpromenade Winz-Baak mit der neuen Ruhrbrücke für den Rad- und Fußverkehr zwischen Henrichspark und Winz-Baak in etwa auf Höhe der Skater-Anlage. Dadurch wird die Verbindung der nördlichen Hattinger Stadtteile sowie Bochum-Linden und Bochum-Sundern über die geplanten Fahrradstraßen Donnerbecke und Rauendahlstraße mit dem LWL-Museum Henrichshütte sowie via Ruhrgasse und Bahnhofstraße zur Hattinger Altstadt attraktiver.










